Information zur Demo der Landwirte gegen das Regionalprogramm in Leibnitz

Die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH (kurz LFWV) nimmt zur Kenntnis, dass viele Landwirte ihren Unmut in Leibnitz kundtun. Am 29. Februar 2016 haben sie sich versammelt, um gegen das Regionalprogramm zu demonstrieren. Genauso könnten in Zukunft viele der 80.000 Menschen unseres Versorgungsgebietes demonstrieren, wenn sie befürchten müssten nicht mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt zu werden.

Aktuell liegt ein Brunnen der LFWV über dem Grenzwert für Nitrat. Zwei weitere Brunnen liegen knapp darunter. Ohne das Zumischen von Trinkwasser aus weiteren Brunnen würde die Trinkwasserversorgung vor einer großen Herausforderung stehen. Eine ähnliche Problematik besteht im gesamten Regionalprogramm-Gebiet von Graz bis Bad Radkersburg (die Trinkwasserversorgung von rd. 600.000 Steirerinnen und Steirern ist betroffen). Unsere Verantwortung als Trinkwasserversorger ist es, die Bevölkerung jederzeit mit Trinkwasser in entsprechender Qualität und ausreichender Quantität zu versorgen.

Die landwirtschaftlichen Auflagen (Regionalprogramm-Verordnung; gültig ab 1. Jänner 2016) für einen nachhaltigen Grundwasserschutz seitens der Behörde sind nicht willkürlich erfolgt. Die zuständige Behörde hatte im über 4 Jahre andauernden Verhandlungsprozess die Interessensvertreter der Landwirtschaft und der Wasserversorger eingebunden. Bei fachlich begründeten Erkenntnissen ist eine Anpassung der Verordnung vorstellbar. Diesbezügliche Gespräche haben bereits stattgefunden.
Die Zuständigkeit der Verordnungsgebung liegt beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung in Graz.

Richtigstellung durch Experten betreffend kursierender Argumente seitens der Landwirtschaft  

„Die Wasserverbände in Graz, Graz-Umgebung und Südsteiermark sind gesprächsbereit, nur die Leibnitzer bewegen sich nicht“


Bereits 2010 hat die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH (kurz LFWV) mit regionalen Vertretern der Bezirksbauernkammer Leibnitz Gespräche geführt, um sich ev. bereits im Vorfeld auf eine gemeinsame Vorgangsweise bezüglich eines nachhaltigen Grundwasserschutzes zu verständigen. Im Zuge des Verordnungsprozesses durch die Behörde hat die LFWV ihre Standpunkte kundgetan, so wie alle betroffenen Wasserversorger und die Vertreter der Landes-Landwirtschaftskammer. Ihre Gesprächsbereitschaft hat die LFWV auch bewiesen, als die Landwirtschaftskammer kurz vor dem Inkrafttreten der Verordnung eine neue Expertise vorgelegt hat. An dieser Gesprächskultur wird die LFWV auch in Zukunft festhalten!


„Die Auflagen führen zu Humusabbau im Boden“


Dieser Vorwurf ist fachlich-sachlich falsch und ist entschieden zurückzuweisen: Humusaufbau kann durch unterschiedliche landwirtschaftliche Bewirtschaftungsmaßnahmen wie z. B. Stallmist- bzw. Kompostdüngung, Zwischenfruchtbau, Minimalbodenbearbeitung etc. erfolgen. Keine dieser Maßnahmen wird durch die Regionalprogramm-Verordnung untersagt. Vielmehr freuen sich die Wasserversorger über aktiven Humusaufbau, der aktuell durch die vorherrschenden Bewirtschaftungsweisen großflächig stark vernachlässigt wird.


„Die neue Verordnung ist der Wasserqualität nicht dienlich“


Die Grundwasserqualität ist durch das Regionalprogramm in Brunnennähe nicht gefährdet. Entscheidend dafür ist das Einhalten der Auflagen bzw. eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Äcker. In Brunnennähe gibt es nach wie vor eigene Schutzzonen, wofür die Landwirte Entschädigungszahlungen vom Wasserversorger erhalten. Nur wenn Landwirte die Vorgaben nicht einhalten führt dies zu einer offensichtlichen Verschlechterung der Wasserqualität.


„Die Bodenklimazahl allein ist nicht das richtige Maß für die Einteilung der Düngermaßnahmen …“


Wesentlich ist die Einhaltung der Richtlinien für die sachgerechte Düngung – 6. Auflage. Diese Richtlinien werden seit mehr als 20 Jahren vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft aufgelegt und ermöglichen eine standortbezogene Stickstoffdüngung. Die Bodenschätzergebnisse vom Bundesministerium für Finanzen liefern Informationen über Boden, Standort und Ertragsfähigkeit der landwirtschaftlich genutzten Böden. Auf dieser Grundlage erfolgte die Festlegung der Ertragseinschätzung.

Wasserland Steiermark-Preis 2016

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Im Rahmen des Wasserland Steiermark-Preises der unter dem Motto „Water and Jobs“ stand, wurden anlässlich des jährlichen Weltwassertages am 22. März herausragende Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um die steirische Wasserwirtschaft erworben haben, durch das Land Steiermark geehrt. Wasserlandesrat Johann Seitinger überreichte heuer Erich Hartinger aus Tillmtisch im Weißen Saal der Grazer Burg den „Wasserland Steiermark Preis. Herr Erich Hartinger von der Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH wurde für sein langjähriges und erfolgreiches Wirken als Wassermeister Dank und Anerkennung ausgesprochen! Herr GF DI Franz Krainer – für die Wasserversorgungsverbände in Vertretung von Obmann DI Bruno Saurer – stellte fest, dass die ÖVGW (Österreichische Vereinigung für das Gas und Wasserfach) 1998 die Wassermeisterausbildung ins Leben gerufen hat. Die Ausbildung vermittelt ein umfangreiches Wissen über die Trinkwasserversorgung von der Wassergewinnung und –verteilung über die Wasserhygiene, Rohrmaterialien bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Seit es die Ausbildung gibt wurden in ganz Österreich rund 2000 Wassermeister ausgebildet, darunter alle Monteure der Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH. Wir Wasserversorger sind sehr stolz auf unser sehr gut ausgebildetes Personal.
 

Weltwassertag 2016

Am 22. März 2016 rückt das Trinkwasser weltweit in den Mittelpunkt. Der Weltwassertag soll uns bewusst machen, dass wir Trinkwasser in entsprechender Qualität zu jeder Tages- und Nachtzeit in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Das ist nicht überall selbstverständlich. Rd. 1 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Österreichweit wird das Trinkwasser zu 100% aus Quell- und Grundwasser gefördert, daher ist der nachhaltige Schutz der Ressource überlebenswichtig.

Die öffentliche Wasserversorgung hat auf lange Sicht vorzusorgen. Der globale Klimawandel wird auch an der Steiermark nicht vorübergehen. Die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH (kurz LFWV) hat diese Herausforderung angenommen, und sichert in Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark die öffentliche Wasserversorgung für Generationen. Nur so kann sich unsere aufstrebende Region in den nächsten Jahren touristisch und wirtschaftlich weiterentwickeln.

Erstmals Trink`Wassertag in Leibnitz am 17. Juni 2016!

 Die LFWV wird den Weltwassertag am 22. März 2016 aus gegebenem Anlass anders als bisher begehen. Für die Bevölkerung besteht die Möglichkeit im Zuge eines Tages der offenen Türen die Funkfernzentrale, einen Brunnen und einen Hochbehälter zu besichtigen.Unter der Schirmherrschaft der ÖVGW (der Interessenvertreter der österreichischen Wasserversorger) wird am 17. Juni 2016 erstmals der Trink´Wassertag abgehalten. Der Trink´Wassertag weist österreichweit auf die Leistungen der Wasserversorger hin. Die LFWV in Kooperation mit dem Naturpark Südsteiermark und der Polytechnische Schule Leibnitz, unterstützt diese Aktion durch attraktive Angebote für Schüler, Schülerinnen und die interessierte Bevölkerung. Durch die Terminwahl soll die Attraktivität für Schulklassen erhöht werden.

Gleichzeitig ergeht an alle Schüler und Schülerinnen des Versorgungsgebietes der LFWV (inkl. Naturparkgemeinden!) die Einladung am Schulwettbewerb „Natürlich! Wasser!“ teilzunehmen. Dieses Motto soll als Gruppe oder Einzelperson auf kreative Art und Weise (Zeichnungen oder Video-Spots mit einer Länge von max. 5 Min.) umgesetzt werden. Abgabetermin ist der 13. Mai 2016. Eine Jury wird je Kategorie 3 Gewinner (Preise!) ermitteln und deren Kunstwerke am TRINK´WASSERTAG am Leibnitzer Hauptplatz präsentieren.

VS Lebring zu Gast im Wasserwerk Leibnitz

Wie kommt das Wasser in den Wasserhahn?

Im Rahmen des Umweltprojektes in Kooperation der VS Lebring und der Naturfreunde Lebring wurde das Wasserwerk in Leibnitz besichtigt. Wissenshungrig und aufgeregt fuhren 49 Schüler mit ihren Klassenlehrern Matthias Prumofsky, Katrin Gratz, und Cornelia Satran sowie Familien-Referentin der Naturfreunde Lebring Annemarie Walter mit dem Bus zur Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH, wo sie von Geschäftsführer DI Franz Krainer und seinem Team herzlich begrüßt wurden. Alle Fragen rund um das Thema Trinkwasser hat Tamara Juritsch, Mitarbeiterin der LFWV, anhand von Schautafeln für die Schüler verständlich und liebevoll beantwortet. Im Anschluss gab es noch ein Spiel mit Wasserkübeln, wo die Schüler schätzen konnten, wie viel Wasser wir täglich verbrauchen. Dabei gab es großes Staunen über die Menge, die dabei zusammenkam.