Woher kommt das Wasser?

Brunnen

Trinkwasser kann auf zwei Arten gewonnen werden. Wenn Grundwasser als Quelle aus dem Boden tritt , kommt es bei ausreichender Höhenlage der Quelle ganz von selbst zu uns. Die zweite Möglichkeit sind Brunnen, die bis zum Grundwasser in den Boden geschlagen werden. Die Brunnentiefe beträgt je nach Grundwasserfeld zwischen 6 und 12m. Im Leibnitzer Feld wird das Wasser aus 11 Brunnen gewonnen. Es wird durch Filterrohre entsandet und in das Rohrnetz gepumpt.

Rohre

Bis vor 100 Jahren wurden Wasserrohre noch aus Holz gefertigt. Inzwischen sind sie aus Stahl, Guß oder Kunststoff (PVC, PE oder GFK) und somit wesentlich haltbarer und hygienischer. Dennoch müssen die Rohrleitungen permanent auf undichte Stellen untersucht werden, um schleichende Wasserverluste zu vermeiden, Energiekosten zu sparen und die Wasservorkommen zu schonen.

Drucksteigerung

Sobald das Versorgungsgebiet höher als das Wassergewinnungsgebiet liegt, muß ein ausreichender Druck vorhanden sein, um eine reibungslose Wasserversorgung zu gewährleisten. In Leibnitz gibt es dafür Drucksteigerungen, um das Wasser zu den Hochbehältern am Berg zu transportieren. Der Druck in den Leitungen beträgt mindestens 3 bar, im Schnitt 5 bar und maximal 7 bar.

Hochbehälter

Den Hochbehälter kann man sich wie ein großes Becken vorstellen, in dem Trinkwasser aufbewahrt wird. Er dient als Speicher und Rücklage. Tagsüber wird das Wasser aus den Brunnen direkt ins Wassernetz gepumpt; nachts werden die Hochbehälter befüllt. Im Leibnitzerfeld werden auch Spiral-Hochbehälter eingesetzt. Durch ihre Rundung bleibt das Wasser ständig in Bewegung und behält seinen hohen Frischegrad.

Verbraucher

Vom entlegensten Tal bis zum höchsten Hochhaus kommt das Wasser aus dem Wasserhahn. In Österreich werden jährlich 2,6 Milliarden Liter Wasser verbraucht. 27% davon werden in die Haushalte geliefert, das sind ca. 130 l pro Kopf und Tag. 8% fließen in die landwirtschaftliche Bewässerung, der Rest in die Industrie. Dabei wird zwischen industrieller Grund- und Quellwassernutzung (38%) unterschieden. 

Funkfernwirkzentrale

In der Funkfernwirkzentrale werden alle Brunnen, Drucksteigerungen und Hochbehälter im Leibnitzerfeld beobachtet und gesteuert. Diese Anlage gibt laufend Auskunft über den Wasserverbrauch, Wasserstand der Hochbehälter, Förderdruck und Tagesmenge. Der Wasserstand in jedem Hochbehälter wird permanent überprüft und sobald er unter ein bestimmtes Niveau fällt, wird eine zweite Pumpe zugeschaltet. Weiters gibt diese Fernsteuerung sämtliche Alarme und Ist-Zustände per Telefon und Laptop an den Diensthabenden außerhalb der Betriebszeiten weiter, damit eine Störung jederzeit rechtzeitig behoben werden kann: Kontaktinformationen .